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Quelle: Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter / ACAT, www.acat-deutschland.de

Am 10. März 2017 wurde der Menschen- rechtsverteidiger Ahmed Abdelsattar Amasha in der Nähe von Kairo festgenommen und von der Polizei entführt. Sein Aufenthaltsort blieb über einen Monat lang unbekannt, bis ihn seine Anwälte offenbar treffen konnten.

Der 56-jährige Ahmed Abdelsattar Amasha war Recherchen der Menschen- rechtsorganisation Front Line zufolge am 10. März 2017 um 17 Uhr von Staatsbeamten entführt worden, als er einen Polizei-Checkpoint im Kairoer Vorort Nasr City passierte. Freunde und Passanten waren Zeugen seiner Festnahme. Die Polizei legte offenbar keinen Haftbefehl vor und gab keine Gründe für die Festnahme an. Auch blieb der Aufenthaltsort geheim. Es gab allerdings Hinweise darauf, dass er zum Staatssicherheitsdienst von Al-Abasiyyah gebracht worden war.

Die Familie sowie verschiedene Organisationen und Menschenrechtsverteidiger reichten bei den ägyptischen Behörden, namentlich beim Staatspräsidenten, dem Premierminister, dem Innenminister und dem Staatsanwalt, zahlreiche Beschwerden ein.
Nach neuesten Informationen der ACAT-Schweiz konnten die Anwälte Ahmed Abdelsattar Amasha nach mehr als einem Monat erstmals besuchen. Dabei soll er ihnen auch gesagt haben, dass er die öffentliche Mobilisierung zu seinen Gunsten gespürt habe, indem die Polizei ihn vom dritten Tag an besser behandelt und nicht mehr gefoltert habe. Zuvor habe er insbesondere Elektroschocks und sexuelle Gewalt erlitten.

Ahmed Abdelsattar Amasha ist ein bekannter Menschen- rechtler in Ägypten. Er hat die Vereinigung der Angehörigen von Ver- schwundenen mitbegründet, eine Plattform für Familien von Opfern des „Verschwindenlassens“. Die Vereinigung organisiert neben juristischer Unterstützung auch Medienkampagnen, öffentliche Kundgebungen zugunsten der „Verschwundenen“ und ihrer Angehörigen sowie Seminare und Workshops mit anderen Menschenrechtsorganisationen.

Ahmed Abdelsattar Amasha ist auch ein Gewerkschafter, Umweltaktivist und Mitglied der Oppositionsbewegung Kefaya („Genug“). Er ist Tierarzt und leitet die Gewerkschaft seines Berufsstands.

In den Monaten vor seiner Festnahme hatte sich Ahmed Abdelsattar Amasha für die Organisation El Nadeem Centre zur Rehabilitation von Folteropfern engagiert. Das Zentrum für Opfer staatlicher Gewalt wurde am 9. Februar 2017 nach einer Reihe von gerichtlichen Schikanen von der Polizei geschlossen.

Menschenrechtsverteidiger sind in Ägypten umfangreichen Repressalien ausgesetzt. Die Zahl der Fälle von „Verschwindenlassen“ nimmt zu. Willkürliche Festnahmen und das gewaltsame „Verschwindenlassen“ scheinen eine Taktik der Regierung zu sein, um die rechtmäßige und gewaltfreie Arbeit der Menschenrechtsverteidiger zu behindern.

Durch konstruierte Gerichtsfälle mit erpressten „Beweisen“ sollen Menschenrechtsverteidiger an ihrer Arbeit gehindert und eingeschüchtert werden, damit sie nicht die zahlreichen und schwerwiegenden Menschenrechtsverletzungen der Regierung ans Licht bringen.


>>> Bitte helfen Sie mit, die Freilassung von Dr. Ahmed Abdelsattar Amasha zu erreichen, indem Sie das nachfolgende Schreiben kurzfristig an die genannten Stellen schicken.


+ + + +

Hon. Judge Nabil Sadek
Prosecutor General
℅: Botschaft der Arabischen Republik Ägypten

Stauffenbergstraße 6/7
D-10785 Berlin

Fax:  030-477 10 49
E-Mail:  embassy@egyptian-embassy.de   



Sehr geehrter Herr Generalstaatsanwalt,

in großer Sorge um das Schicksal des Menschenrechtsverteidigers Herrn Dr. Ahmed Abdelsattar Amasha wende ich mich an Sie.

Der 56-Jährige war am 10. März 2017 um 17 Uhr von Staatsbeamten festgenommen worden, als er einen Polizei-Checkpoint im Kairoer Vorort Nasr City passierte. Die Polizei legte offenbar keinen Haftbefehl vor und gab keine Gründe für die Festnahme an.

Über einen Monat blieb Herrn Dr. Ahmed Abdelsattar Amashas Verbleib unklar. In dieser Zeit der Isolation soll er Folter erlitten haben. Es gab allerdings Hinweise darauf, dass er zum Staatssicherheitsdienst von Al-Abasiyyah gebracht worden war. Inzwischen soll Anwälten ein Besuch bei dem Gefangenen gewährt worden sein.

Dr. Ahmed Abdelsattar Amasha ist Mitgründer der Vereinigung der Angehörigen von Verschwundenen. Er engagiert sich in mehreren weiteren Verbänden und Initiativen der Zivilgesellschaft. In den vergangenen Monaten hat er sich auch für die Menschenrechtsorganisation El Nadeem Centre eingesetzt, die am 9. Februar 2017 von der Polizei geschlossen wurde.

Hiermit bitte ich Sie, Ihren Einfluss geltend zu machen, dass:

>    Herr Dr. Ahmed Abdelsattar Amasha unverzüglich, bedingungslos und dauerhaft freigelassen wird und Schutz vor jeder Art von Folter und anderer Misshandlung erhält;

>    ggf. unter Folter erpresste „Geständnisse“ vor Gericht nicht gegen ihn verwertet werden;

>    die Festnahme und die Foltervorwürfe zum Gegenstand einer unabhängigen und unparteiischen Untersuchung gemacht werden und die für die Gewalttaten Verantwortlichen in einem fairen Prozess gemäß internationalen Standards vor Gericht gestellt werden.

Freundliche Grüße



KOPIEN:  

>>> Auswärtiges Amt, Berlin, Fax: 03018-17-3402, E-Mail: poststelle@auswaertiges-amt.de      

>>> Deutscher Bundestag, Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe, Fax: 030-227-36051, E-Mail: menschenrechtsausschuss@bundestag.de