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Quelle: Hoffnungszeichen e.V., www.hoffnungszeichen.de

Es waren emotionale Momente, als Taghi Rahmani am 10. Dezember 2016 im Weimarer Stadtschloss den mit 5.000 Euro dotierten Menschen- rechtspreis der Stadt Weimar entgegen- nahm. Er war stellvertretend gekommen, weil die Preisträgerin, seine Ehefrau, im Iran im Gefängnis sitzt: Narges Mohammadi. Die iranische Frauenrechtlerin und Menschenrechtsverteidigerin konnte nur postalisch für die Auszeichnung danken. Taghi Rahmani war für die Preisverleihung aus Paris angereist, wo er mit den neunjährigen Zwillingstöchtern des Paares seit Ende 2012 im Exil lebt.

Auch er ist ein Menschenrechtsaktivist, der schon 15 Jahre im Gefängnis im Iran saß, wie der Verein Transparency for Iran e.V. berichtet. Seit ihrer Eheschließung setzen sich Mohamadi und Rahmani gemeinsam gegen die Missachtung der Menschenrechte im Iran ein – sie kämpfen zum Beispiel für die Abschaffung der Todesstrafe, freie Meinungsäußerung und für Frauenrechte.

Narges Mohammadi hatte, wie der Mitteldeutsche Rundfunk (MDR) berichtet, jahrelang als Vizepräsidentin und Sprecherin im Zentrum für Menschenrechte in Teheran gearbeitet. Als diese Organisation verboten wurde, verlor Frau Mohammadi als Konsequenz auch ihre Anstellung als Physikerin. Im April 2016 wurde sie laut Amensty International in mehreren Anklagepunkten für schuldig befunden und zu 16 Jahren Gefängnis verurteilt. Die Anklagepunkte lauteten „Gründung einer verbotenen Gruppierung“ und „Verbreitung von Propaganda gegen die Regierung“. „Die Schuldsprüche stehen alle in Zusammenhang mit ihrer Menschenrechtsarbeit“, betont Amnesty International.

Ihr Ehemann Taghi Rahmani lebt im Exil, um so einer drohenden Verhaftung aufgrund seiner politischen Arbeit zu entgehen. Auf die Frage, warum seine Frau nicht mitgekommen war, antwortete er gegenüber Transparency for Iran: „Sie wollte nicht: mit der Begründung, eine tiefe Verbundenheit zum Iran zu fühlen. Sie hat beschlossen, im Iran zu bleiben und Widerstand zu leisten. Von ihr habe ich viel gelernt.“ Die Haft und vorangegangene Gefängnisaufenthalte haben Frau Mohammadi gesundheitlich stark angegriffen. „Infolge der langen Inhaftierung ist die 44-jährige Mutter zweier Kinder körperlich und seelisch schwer erkrankt und erlitt zudem im Oktober 2015 einen Schlaganfall. Eine angemessene gesundheitliche Versorgung wird ihr durch die Gefängnisleitung verwehrt“, so der Weimarer Stadtrat in seiner Begründung für die Preisvergabe.

Am schlimmsten für Narges Mohammadi ist die Distanz zu ihren Kindern. Nur gelegentlich darf sie mit ihnen telefonieren. „Sie mussten immer wieder die Trennung von der Mutter hinnehmen“, berichtet ihr Vater gegenüber Transparency for Iran und fragt sich, ob sie sich eines Tages vor ihren Kindern rechtfertigen müssen. „Dann werden wir sagen, dass wir uns dieses leidvolle Leben nicht gewünscht haben, sondern einfach unsere Menschenwürde und freie Meinung verteidigen wollten. Vielleicht werden sie auch so denken wie wir. Dann werden sie Verständnis haben für unsere Denkweise und sie fortsetzen“, hofft er.

>>> Bitte beteiligen Sie sich an der Online-Petition, die die christliche Menschenrechtsorganisation „Hoffnungszeichen e.V.“ initiiert hat, und fordern Sie von der obersten Justizautorität, Ayatollah Sadegh Larijani, das Urteil gegen Frau Mohammadi aufzuheben und sie freizulassen. Bis dahin ist sie vor Folter und anderweitigem Missbrauch zu schützen, ihr ist sofortiger und ständiger Zugang zu ärztlicher Betreuung zu gewähren sowie ein Rechtsbeistand ihrer Wahl und Kontakt zu ihrer Familie. Die Petition erreichen Sie unter folgendem Link: https://www.hoffnungszeichen.de/engagieren/protestieren/iran-haben-uns-leidvolle-leben-gewuenscht