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Quelle: Aktion der Christen für die Abschaffung der Folter e.V., www.acat-deutschland.de

Die Freilassung mehrerer iranischer Menschenrechtsverteidiger ist international mit Erleichterung aufgenommen worden. Andererseits wurde vielfach an die zahlreichen in Haft verbleibenden Oppositionellen und politischen Gefangenen erinnert.

Noch immer befinden sich zwei Mütter der nicht-muslimischen religiösen Minderheit der Bahá’í mit ihren Kleinkindern in Gefangenschaft.

Die Bahá’í sind mit mehr als 300.000 Gläubigen die größte nicht-muslimische religiöse Minderheit in der Islamischen Republik Iran. Doch ihre Religion wird dort nicht anerkannt. Ihre friedliche und weltoffene Religion, die sie dazu ermutigt, einen Beitrag für das gesellschaftliche Wohlergehen zu leisten, macht die Bahá’í in den Augen der iranischen Regierung zu einer staatsgefährdenden Gruppe. So sind ihre Angehörigen massiver Verfolgung ausgesetzt, die nicht einmal Kinder verschont.

Am 22. September 2012 wurden Taraneh Torabi mit ihrem damals fünf Monate alten Sohn Barman und Zohreh Nik-Aein mit ihrem zu dem Zeitpunkt zehn Monate alten Sohn Resam in der Stadt Semnan von Revolutionsgarden verhaftet.  In dem berüchtigten Gefängnis von Semnan sind die beiden Frauen von Folter und sexuellem Missbrauch bedroht.

Ein Gericht hat Taraneh Torabi und Zohreh Nik-Aein zu jeweils 20 und 23 Monaten Haft verurteilt, weil sie ihren im Land verbotenen Glauben ausgeübt und „verbreitet“ haben – die Gläubigen gelten als „Apostaten“, als „vom Islam Abgefallene“.


Die Mütter und ihre jungen Söhnemüssen die Haftstrafe zusammengepfercht mit über 70 anderen Frauen in einem nur 50 Quadratmeter großen Raum absitzen. Die kritischen hygienischen Bedingungen im Gefängnis hatten bereits zur Folge, dass die beiden Kleinkinder krank geworden sind.

Die Region Semnan ist nach Angaben der „Gesellschaft für bedrohte Völker“ eine Hochburg der Verfolgung von Bahá’í. Die Gemeinde steht stellvertretend für die kritische Lage zahlreicher anderer ethnischer Minderheiten und Glaubensgemeinschaften im Land: Christliche Assyrer, Kurden, Turkmenen, Belutschen, Aseri und Araber werden täglich überfallen und willkürlich verhaftet. 


Vor allem politisch oder gesellschaftlich Engagierte müssen ständig fürchten, vom Geheimdienst verschleppt, gefoltert oder sogar ermordet zu werden. Die Bahá’í dürfen im Iran keine Universitäten besuchen, ihre Wohnhäuser und Geschäfte werden in Brand gesteckt, ihre Friedhöfe geschändet.
Bahá'í-Kinder werden eingeschüchtert und gezwungen, die Schule zu wechseln. Willkürliche Verhaftungen sind an der Tagesordnung. Die Vorwürfe lauten stets: „Propaganda“ und „Agitation“ gegen die Islamische Republik Iran oder Spionage für Israel. Einem Bericht des UN-Sonderbeauftragten zur Lage der Menschenrechte in Iran zufolge befinden sich derzeit landesweit über 100 Bahá’í in Haft.


>>> Bitte helfen Sie mit, die Freilassung der beiden Mütter und ihrer Kinder zu erreichen, indem Sie das nachfolgende Schreiben kurzfristig an die genannten Stellen schicken.

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Für Aktionskreis-Teilnehmer in Österreich und in der Schweiz:




ÖSTERREICH:




>>> Botschaft der Islamischen Republik Iran, Jaurèsgasse 9, A-1030 Wien, Fax: (+43 / 1) 713 46 94, 713 57 33, E-Mail: public@iranembassy-wien.at 



>>> Außenministerium
, Ballhausplatz 2, A-1014 Wien, Fax: +43 (5) 011590, E-Mail: einlaufstelle@bmaa.gv.at 








SCHWEIZ:


>>> Botschaft der Islamischen Republik Iran, Thunstr. 68, CH-3000 Bern 6, Fax: 031/351 5652, E-Mail: Ambassador@iranembassy.ch oder secretariat@iranembassy.ch



>>> Eidgenössisches Department für auswärtige Angelegenheiten, Bundeshaus West, CH-3003 Bern, Fax: (+41) 031 323 5994 , E-Mail: generalsekretaer@eda.admin.ch 



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Seine Exzellenz
Herrn Präsident Hassan Rohani
c/o: Botschaft der Islamischen Republik Iran
Podbielskiallee 65-67
D-14195 Berlin

Fax: 030-84353535
E-Mail: info@iranbotschaft.de



Sehr geehrter Herr Präsident,

mit großer Freude habe ich von Ihrem Einsatz für die Freilassung mehrerer Menschenrechtsverteidiger erfahren.

Zugleich erfüllen mich Berichte über die seit mehr als einem Jahr andauernde Inhaftierung zweier junger Mütter und ihrer beiden Kleinkinder mit tiefer Besorgnis.

Am 22. September 2012 wurden Frau Taraneh Torabi mit ihrem damals fünf Monate alten Sohn Barman und Frau Zohreh Nik-Aein mit ihrem zu dem Zeitpunkt zehn Monate alten Sohn Resam in der Stadt Semnan von Revolutionsgarden verhaftet. Ein Gericht hat die beiden Frauen unter dem Vorwurf, als Angehörige der Bahá’í-Religion ihren Glauben praktiziert und „verbreitet“ zu haben, zu 20 bzw. 23 Monaten Haft verurteilt. Im Gefängnis von Semnan werden sie mit über 70 anderen Frauen in einem nur 50 Quadratmeter großen Raum festgehalten. Die kritischen hygienischen Bedingungen haben die Gesundheit der beiden Kleinkinder beeinträchtigt.

Ich bin sehr besorgt, dass Frau Taraneh Torabi und Frau Zohreh Nik-Aein in der Haft Opfer von Folter oder anderer Gewaltanwendung werden könnten. Daher wende ich mich an Sie mit der Bitte, den Schutz ihrer körperlichen und psychischen Integrität sicherzustellen. Ebenfalls ersuche ich Sie, den Frauen und ihren Kindern jede benötigte medizinische Versorgung zu gewähren sowie Angehörigen und Rechtsanwälten ohne Einschränkungen Besuche zu ermöglichen.

Nach meinen Informationen haben Frau Taraneh Torabi und Frau Zohreh Nik-Aein allein ihr Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit wahrgenommen, das in Art. 18 (1) des von der Islamischen Republik Iran ratifizierten Internationalen Pakts über bürgerliche und politische Rechte verankert ist.

So appelliere ich an Sie, bei den zuständigen Behörden darauf hinzuwirken, dass die beiden Mütter und ihre Kleinkinder umgehend, vorbehaltlos und dauerhaft freigelassen werden und nicht länger in Gefangenschaft bleiben müssen.

Freundliche Grüße



KOPIEN:


>>> Auswärtiges Amt, Berlin, Fax: 03018-17-3402, E-Mail: poststelle@auswaertiges-amt.de



>>> Deutscher Bundestag, Ausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe, Fax: 030-227-36051, E-Mail: menschenrechtsausschuss@bundestag.de